Ostern ist in diesem Jahr anders. Eine ganz neue Erfahrung für uns alle – ohne einen Osterbrunch mit Freunden und Familie, ohne einen Osterspaziergang in einem belebten Park oder eine Fahrt zu einem der beliebten Ausflugsziele.

Egal…lass uns die Feste feiern, wie sie fallen! Ich möchte Dir heute ein paar Anregungen geben, wie Du Feste (im Allgemeinen) wunderschön und dennoch nachhaltig feiern kannst.

Feiern – worauf kommt es Dir an?

Was bedeutet eigentlich für uns Feiern? Vielleicht geselliges Zusammensein, viele Geschenke, leckeres ausgefallenes Essen, extravagante Deko, wunderschöne Familientraditionen, etwas außergewöhnliches zu unternehmen oder einfach einen besonderen Tag zu erleben? Das ist zu Zeiten von Corona natürlich nicht alles machbar.

Aber worauf kommt es eigentlich an? Über die letzten Jahre habe ich für mich entschieden, dass es mir am Wichtigsten ist, die Feier-Zeit mit der Familie bewusst zu genießen und dabei so wenig wie nötig gestresst zu sein und das Thema Nachhaltigkeit nicht aus den Augen zu verlieren. Gemeinsame Zeit ist oft das, was wir am wenigsten haben. Ich versuche somit Überflüssiges wegzulassen, Ressourcen (auch meine eigene wertvolle Zeit) zu schonen, auf gesundes, leckeres (nicht kompliziertes) Essen zu achten und so wenig Müll wie möglich zu produzieren. Ich habe mich also davon gelöst, das ganze Haus perfekt schmücken zu müssen, das tollste Essen zu zaubern, die ausgefallenste Tischdeko zu haben, sondern nur das umzusetzen, was in meinen Zeitplan und vor allen was ZU MIR und meiner Familie PASST.

Wie sieht Ostern bei mir aus?

Deko:

Eierfärben ist eine wunderschöne Tradition, die es schon seit der Antike gibt. Aber wusstest Du, dass künstliche Eierfarben (Lebensmittelfarben) bedenkliche, kennzeichnungspflichtigen Zusatzstoffe (E-Nummern) enthalten können? Diese dringen oft bis ins Ei hinein und werden dann mitgegessen. Manche stehen im Verdacht, unter anderem Asthma und Allergien auszulösen. Gesünder ist es also mit Naturfarben oder selbstgemachten Farben zu färben. Unter diesem Link findest Du eine sehr gute Anleitung dazu.

Und wenn Du Dich fragst, warum man überhaupt Eier zu Ostern liebt, erklärt diese Seite (Link) es sehr anschaulich (auch für Kinder).

Schmücken geht auch für Faule wie mich. Wer kennt diese Kindheitserinnerung nicht? Dicke Backen vom Eierauspusten! Herrlich! Aber auch anstrengend und das Bemalen hat immer so lange gedauert. Da meine Kinder ziemlich klein sind, habe ich es noch nicht mit ihnen gemacht, vielleicht klappt das ja im nächsten Jahr.

Bei uns kommen einfach wie jedes Jahr handbemalten Holzeier zum Einsatz, die an Zweigen (aus Garten oder Wald) hängen. Im Flur haben wir eine Vase mit Weidenkätzchen, die je nach Jahreszeit und Fest geschmückt wird. Ungeschmückt, also einfach pur, sind sie schon wunderschön und zu Weihnachten und Ostern werden sie entweder mit Weihnachtsbaumkugeln oder mit süßen Kinderbasteleien behängt. Einfach was für Super-Faule…und trotzdem schön!

Essbare Deko finde ich auch toll. Da kann man kreativ sein und sie verschwindet wieder und spart somit auch Platz. Diese schöne Inspiration mit dem Hasen im Glas habe ich letztes Jahr aus einem Wiener Café mitgebracht. Kekse, zum Beispiel in Hasenform, können auch als Tischdecke dienen und dann schnell wieder verschwinden.

Und was auch immer wieder Platz bei uns findet sind Bilderrahmen mit alten Oster-Postkarten. Irgendwie mal was Anderes.

Fazit: das Schmücken hat mich genau 15 Min gedauert. Für mich und die Kinder genau die richtige Zeit, um daran Freude zu haben!

An Tisch-Deko brauch ich auch nicht viel und natürlich achte ich darauf, keinen Müll zu produzieren. Somit gibt es bei uns schon ewig anstelle von Papierservierten welche aus Stoff und auch die lassen sich aufpimpen, z.B. durch hübsche Falttechniken (Ideen dazu z.B. bei Pinterest). Als Deko habe ich eine Schale mit Holzwolle und Beton-Eieren, die ich vor Jahren mal selbergemacht habe. Der Stoffhase erfreut vor Allem unsere Kinder. Aber auch aus Moos, Baumrinde, Eierschalen und anderen Naturmaterialien lassen sich soooo wunderschöne Deko-Elemente zaubern (meine Favoriten sind per Klick verlinkt). Dieses Jahr war ich aber zu faul!

Süßes zu Ostern (und Allgemein)

Gerade mit Kindern ist Eiersuchen ja die schönste Tradition und immer wieder für einen Schmunzler gut! Früher versteckte man nur gefärbte bzw. bemalte Hühnereier, heute sind es vor allem die in Plastik bzw. Alu verpackten Schokoeier und -Hasen, die uns alle erfreuen. Dazu eine müllfreie Alternative zu finden, ist natürlich schwer, das weiß ich auch.

Wir kaufen Süßigkeiten vorwiegend im Unverpackt-Laden. In Frankfurt gibt es inzwischen drei davon: Die Auffüllerei (in Bornheim/Nordend), ULF (am Dom/Römer) und gramm.genau (in Bockenheim). Das hat den Vorteil, dass ich große Vorräte ohne Müll kaufen kann. Die portionieren wir dann in Blech- oder Holzdöschen. So auch an Ostern oder Weihnachten! Die wunderschönen Eierdosen aus Pappe und Blech auf den Fotos sind Erbstücke. So tolle kleine Verstecke, die jeden verzaubern…sogar mich noch! Einige sind so groß, dass selbstgebackenen Kekse hineinpassen. Selbstgebackene Kekse – übrigens auch eine tolle Alternative zu gekauften Süßigkeiten.

Schenken und Verpacken (nicht nur zu Ostern)

Wenn ich etwas gerne verschenke, dann Zeit! Denn wie schon gesagt, ist sie das wertvollste was wir haben. Ein Abendessen, ein gemeinsamer Ausflug oder ähnliches. Aber warte….geht ja schon wieder nicht (#f…corona). Und trotzdem kannst Du auch jetzt Zeit verschenken. Vielleicht in Form eines Gutscheins Deines Lieblingsladens, eines Unverpackt-Ladens, eines Restaurants oder Cafés oder einer Spende an eine gemeinnützige Organisation. Die Zeit, in der gemeinsame Abendessen, Kaffeeklatschs etc., wieder möglich sein werden, kommt! Und so kannst Du gleichzeitig diese lokalen Geschäfte in dieser schwierigen Zeit unterstützen #supportyourlocalbusiness.

Aber oft reicht schon ein einfacher Videoanruf bei Deinen Lieben :-). Da freut sich fast jeder!

Toll sind auch Geschenke und DIYs, die nicht rumstehen, sondern aufgebraucht werden, wie z.B. ein leckerer Bio-Wein, ein nachhaltig gebrautes Bier, eine Seife, ein selbstgemachtes Deo oder Zitrus-Essig-Reiniger oder leckere selbstgebackene Kekse.

Willst Du nebenbei etwas Gutes für die Umwelt tun, schenke doch einen Baum! Unsere Kinder haben jeder einen Obst-Baum von Oma und Opa bekommen. Hat der Beschenkte keinen Baum, gibt es viele tolle Anbieter, über die Du Bäume pflanzen und verschenken kannst, wie zum Beispiel Treedom.

Und weil ich gerade bei Kinder bin – natürlich muss da auch mal Spielzeug her. Aber muss das immer neu sein? Ich bin ein absoluter Fan von gebrauchten Dingen (sowohl für mich als auch für die Kinder). Denn das nachhaltigste Produkt ist das, was bereits existiert auf dieser Welt! In meinem eigenen Fundus (ja – meine Mutter hat fast all unsere Spielzeug aufbewahrt), auf (Kinder)Flohmärkten, in Secondhand-Läden oder auf Online-Portalen wie Ebay Kleinanzeigen und Mamikreisel werde ich fast immer fündig und bekomme genau das, was ich suche. Meist in einem super Zustand oder sogar noch Original verpackt. Und nebenbei spare ich auch noch Geld!

Kommen wir zum Verpacken. Geschenkpapier ist meist etwas für nur einen Gebrauch und landet dann im Müll. Wie mache ich das? Wenn Geschenkpapier in unser Haus kommt nutze ich es mehrfach. Kleiner Tipp meiner Mutter: Papier von der Rückseite kurz bügeln wirkt oft Wunder! Aber noch schöner finde ich eigentlich das Verpacken mit Tüchern und Bänder, Stofftaschen oder beklebten Kartons. All diese Dinge kann man nämlich viel viele Male verwenden und auch unterschiedlich aufhübschen.

Das war’s dann auch. Ich hoffe, Du konntest ein paar Inspirationen mitnehmen! Falls Du noch Ideen und Anregungen für mich hast, melde Dich gerne bei mir! Ich freue mich, von Dir zu hören!

Jetzt wünsche ich Dir und Deiner Familie entspannte Ostertage,

alles Liebe, bleib gesund und #bleibzuhause

Deine Ankathrin