Es ist vollbracht!

In meinem letzten Post habe ich mich zum Thema „nachhaltige Wandfarben“ ausgelassen und das, weil unsere beiden Kleinen endlich ein Hochbett bekommen sollten und das Zimmer vorher gestrichen werden musste.

Aber es sollte nicht irgendein Bett werden – es sollte ein Doppel-Hochbett werden, damit jeder oben schlafen kann – und zwar ein Upcycling-Projekt aus unserem alten Kinder-Stockbett.

Warum das Ganze?

Weil ich es früher immer total gemein fand, dass meine große Schwester oben schlafen durfte und ich unten bleiben musste. Das wollte ich für meine Kinder anders haben. Und nebenbei bleibt so viel mehr Platz zum Spielen im Zimmer!

Die Akteure

Mein Papa, also der Opa der Kleinen, ist für ein paar Tage zu Besuch gekommen und hat unser altes Stockbett, welches er schon damals mit viel Liebe selbstgebaut hatte, in ein neues Doppel-Hochbett verwandelt! Auf dem Titel-Bild aus dem Jahr 1982 ist übrigens meine liebe Schwester zu sehen…ich lag damals noch in einem Babybettchen.

Die alten Einzelteile witterten nun mehrere Jahrzehnte in der Garage vor sich hin und wurden zunächst abgeschliffen, damit die helle Farbe des Holzes wieder zum Vorscheinen kam. Dann wurden sie durch kreatives Upcycling mit neuen Holz-Elementen und Elektrik kombiniert. Herrlich! Unsagbar schön und einfach krass! Ich bin noch immer total geflashed und neidisch auf dieses handwerkliche Geschick und die Vorstellungskraft, die mein Vater hat.

Aber schau selbst:

Mein Upcycling-Fazit:

Ich weiß, dieses Bett ist ein absoluter Luxus und hat auf den ersten Blick nix mit Nachhaltigkeit zu tun. Aber das ganze Projekt hat eben doch seine nachhaltigen Seiten und Erkenntnisse – und zwar folgende:

  • Hochwertige Materialien (wie unbehandeltes Vollholz) sind super langlebig, wunderschön, wandelbar, gesund und dadurch einfach nachhaltig. Nur leider wird Holz noch viel zu wenig wiederverwertet (siehe Daten des Umweltbundesamtes).
  • Mit Phantasie und Geschick kann man aus Altem wunderschöne neue Dinge zaubern. Das spart Geld, CO2 und Ressourcen.
  • Dieses Bett hat außer ein paar neuen Holzelementen, Vorstellungskraft und handwerklichem Geschick nur einen Bruchteil von dem gekostet, was es bei einem Schreiner als Maßanfertigung für diese Wohnung gekostet hätte.
  • Wir brauchen kein zweites Kinderzimmer! Jippiii…das spart wiederum Geld und CO2, denn unsere beiden können nun noch besser zu zweit in EINEM Zimmer leben, spielen, toben, Höhlen bauen, sich verstecken und einfach Kind sein.

Eigentlich bin ich ein Freund des minimalistischen Lebensstils und versuche, so wenig wie möglich aufzubewahren. Aber dieses Upcycling-Projekt hat mir gezeigt, dass es sich eben DOCH manchmal lohnt, Lieblingsstücke zu behalten, wenn man weiß, dass sie irgendwann ein zweites Leben bekommen können. Danke Papa!